Europa im Fluss Galerie

Europa im Fluß - Ein europäisches Projekt

Die Pressekonferenz zur Vorstellung des Projektes fand in Gengenbach im Flößer- und Verkehrsmuseum statt, nicht weit von Straßburg, dem Startpunkt der Reise. In dieser Gegend bildet der Rhein die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich. Gebaut wurde das Floss, ebenfalls in der Nähe, im Hafen von Rheinau-Freistett unter der Leitung von Emil Hürmich-Welt, Floßmeister aus Unterrodach. Um die sogenannte "Oblast" der Bühne und aller weiteren technischen Aufbauten mit insgesamt 150 Tonnen zu tragen, musste das Floss selbst entsprechend schwer konstruiert sein. Die erste Lage von 1016 Stämmen wog allein bereits 760 Tonnen (!). Dazu wurden noch zwei weitere Lagen hinzugefügt ... 
Das Programm der Floßbühne zeigte Darstellungen ausgewählter Kapitel aus der Geschichte des Abendlandes der letzten 2000 Jahre. Die Musik kam von "Urban Sax" aus Paris: 70 Saxophonisten, Sänger, Percussionisten, Tänzer und eine Feuerorgel, daneben prominente regionale Künstler.
Für die komplette Licht- und Tontechnik installierten wir u.a. einen entsprechenden Stromgenerator und 80 drahtlose Mikrofonstrecken.
Die Idee, die Menschen entlang des Rheins, der als großen europäischen Wasserstraße Länder verbindet und sie zugleich als Grenzfluss trennt, miteinander ins Gespräch zu bringen, ist leider eine Idee geblieben. Das Floß hat nur eine Auffführung erlebt und Rotterdam nie erreicht, organisatorische Probleme brachten ein interessantes Projekt zu Fall, das viele begeistert hat. Nach knapp 2 Monaten Bauzeit wurde die Bühne wieder abgebaut.

Mehr zum Hintergrund: Das Floßbautagebuch